Verfasst von Patrick Grünberg · ca. 15 Minuten Lesezeit
Eine Gewinnspiel-Landingpage sieht für Teilnehmer häufig erstaunlich einfach aus: Aktionsseite aufrufen, Gewinn entdecken, Daten eingeben, eventuell einen Code oder Kassenbon hochladen und Teilnahme absenden. Doch bevor diese wenigen Schritte reibungslos funktionieren, müssen erstaunlich viele Fragen beantwortet werden.
Welche Mechanik soll technisch umgesetzt werden? Welche Daten werden benötigt? Gibt es Sofortgewinne? Dürfen Teilnehmer mehrfach mitmachen? Muss ein Kassenbon geprüft werden? Gibt es einen Newsletter-Opt-in? Wird die Aktion in mehreren Ländern ausgespielt? Wo liegen die Daten? Welche Systeme müssen angebunden werden? Was passiert nach der Teilnahme? Und wer kümmert sich nach Aktionsende um Gewinner, Gewinne und Teilnehmerdaten?
Wer eine Gewinnspiel-Landingpage beauftragen möchte, sollte deshalb nicht mit Farben, Bildern oder der Frage nach dem Teilnahmebutton beginnen. Der bessere Ausgangspunkt ist ein strukturiertes Briefing. Denn je klarer Ziele, Mechanik, Prozesse und Zuständigkeiten vor Projektbeginn definiert sind, desto schneller lässt sich eine Gewinnspielplattform konzipieren, kalkulieren, programmieren und testen.
Kurzzusammenfassung
Eine professionelle Gewinnspiel-Landingpage beginnt nicht mit dem Webdesign, sondern mit einem guten Briefing. Marketingziel, Zielgruppe, Mechanik, Gewinne, Teilnahmevoraussetzungen, Datenfelder, Opt-ins, technische Schnittstellen, Aktionszeitraum und Folgeprozesse sollten vor Projektstart möglichst eindeutig definiert sein. Besonders wichtig ist, nicht nur den sichtbaren Teilnahmeprozess zu planen. Hinter einer Gewinnspielseite liegen Datenverarbeitung, Gewinnlogik, Teilnehmerkommunikation, Support, Monitoring, Gewinnerermittlung und häufig auch Gewinnlogistik. Je früher diese Anforderungen geklärt werden, desto besser lassen sich Aufwand, Budget und Zeitplan einschätzen. Ein gutes Briefing reduziert spätere Änderungen und verhindert, dass wichtige Anforderungen erst kurz vor dem Go-live entdeckt werden.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Informationen Agentur, Entwickler und Projektmanagement benötigen, bevor die erste Zeile programmiert wird.
WARUM EIN LANDINGPAGE-BRIEFING MEHR IST ALS EIN DESIGN-BRIEFING
Bei einer klassischen Kampagnen-Landingpage geht es häufig um eine relativ geradlinige Aufgabe: Traffic kommt auf die Seite → Botschaft überzeugt → Nutzer klickt oder hinterlässt Daten. Eine Gewinnspiel-Landingpage kann deutlich mehr sein. Sie ist häufig gleichzeitig:
Kommunikationsfläche,
Teilnahmeplattform,
Datenbank-Schnittstelle,
Registrierungsprozess,
Codeprüfung,
Kassenbon-Upload,
Sofortgewinn-System,
Newsletter-Leadgenerator,
Teilnehmerverwaltung,
Supportkanal,
Gewinnerplattform
und Messinstrument der Promotion.
Deshalb sollte das Briefing nicht lauten: „Wir brauchen eine Gewinnspielseite im Look unserer Kampagne.“ Sondern: „Das soll unsere Kampagne erreichen, so soll die Teilnahme funktionieren und diese Prozesse müssen technisch und organisatorisch abgebildet werden.“
Dieser Beitrag geht deshalb bewusst einen Schritt zurück und beantwortet die Frage: Was muss eigentlich geklärt sein, bevor eine solche Plattform beauftragt wird?
1. DAS MARKETINGZIEL: WAS SOLL DIE LANDINGPAGE ERREICHEN?
Die erste Frage betrifft nicht die Technik. Sie betrifft das Marketing. Denn ein Gewinnspiel kann sehr unterschiedliche Aufgaben übernehmen:
Reichweite erzeugen
Markenbekanntheit steigern
Leads gewinnen
Newsletter-Abonnenten generieren
Abverkauf steigern
Kassenbons beziehungsweise Käufe aktivieren
Frequenz am POS erzeugen
Kundenbindung verbessern
Produktlaunches unterstützen
Wiederkäufe stimulieren
Daten über Zielgruppen gewinnen
Händler aktivieren
Kunden zu einer bestimmten Handlung bewegen
Diese Ziele beeinflussen unmittelbar die Landingpage.
Ein reines Awareness-Gewinnspiel benötigt möglicherweise nur wenige Daten.
Ein Lead-Gewinnspiel braucht dagegen eine durchdachte Opt-in-Strategie.
Ein Abverkaufsgewinnspiel muss eventuell einen Kassenbon oder Gewinncode verarbeiten.
Ein Loyalty-Gewinnspiel benötigt gegebenenfalls Nutzerkonten, Mehrfachteilnahmen oder Punktestände.
Die Landingpage folgt also dem Kampagnenziel – nicht umgekehrt.
2. DIE ZIELGRUPPE: WER SOLL TEILNEHMEN?
Auch die Zielgruppe sollte bereits im Briefing möglichst konkret beschrieben werden. Relevant sind beispielsweise:
Alter
B2C oder B2B
Bestandskunden oder Neukunden
Endverbraucher oder Handelspartner
geografisches Gebiet
technisches Nutzungsverhalten
überwiegend mobile oder Desktop-Nutzung
vorhandene Kundenkonten
Sprachversionen
besondere Anforderungen an Barrierefreiheit oder Verständlichkeit
Eine Landingpage für Jugendliche funktioniert anders als eine B2B-Aktion für Fachhändler. Eine QR-Code-Promotion am Supermarktregal sollte konsequent für die Smartphone-Nutzung gedacht werden. Eine internationale Aktion wiederum muss möglicherweise nicht nur übersetzt, sondern länderspezifisch aufgebaut werden.
3. DIE MECHANIK: WAS MUSS DER TEILNEHMER TUN?
Jetzt kommt eine der wichtigsten Briefingfragen: Wie genau nimmt jemand teil? Das sollte möglichst in einem einzigen Satz erklärbar sein. Zum Beispiel: „Produkt kaufen, QR-Code scannen, Kassenbon fotografieren und Formular absenden.“ Oder: „Aktionscode auf der Verpackung eingeben und sofort erfahren, ob du gewonnen hast.“ Oder: „Quizfrage beantworten, Kontaktdaten hinterlassen und an der Verlosung teilnehmen.“
Je nach Mechanik ergeben sich komplett unterschiedliche technische Anforderungen. Mögliche Varianten sind unter anderem:
Die Gewinne wirken sich ebenfalls auf die Technik aus. Deshalb sollte das Briefing nicht nur den Hauptgewinn nennen, sondern den gesamten Gewinnplan. Zu klären sind beispielsweise:
Welche Gewinne gibt es?
Wie viele Gewinne gibt es?
Gibt es Haupt- und Nebengewinne?
Gibt es Sofortgewinne?
Werden Gewinne täglich, wöchentlich oder einmalig verlost?
Gibt es unterschiedliche Gewinnkontingente?
Sind Gewinne bestimmten Ländern oder Regionen zugeordnet?
Können Teilnehmer mehrfach gewinnen?
Müssen Gewinne nach der Teilnahme noch bestätigt werden?
Müssen Gewinner Daten nachreichen?
Gibt es Ersatzgewinner?
Gerade bei Sofortgewinnmechaniken ist der Gewinnplan ein Teil der technischen Logik. Deshalb sollte er möglichst früh feststehen.
5. TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN KLAR DEFINIEREN
Auch die wichtigsten Teilnahmevoraussetzungen gehören bereits ins Briefing. Beispiele:
Mindestalter
Wohnsitz
Kauf erforderlich oder nicht
Aktionsprodukte
teilnehmende Händler
Aktionsgebiet
Mitarbeiter ausgeschlossen
einmalige oder mehrfache Teilnahme
Teilnahme pro Person, Haushalt, E-Mail-Adresse oder Kauf
erforderlicher Gewinncode
erforderlicher Kaufnachweis
Diese Regeln landen später nicht nur in den Teilnahmebedingungen. Sie können technische Konsequenzen haben. Wenn beispielsweise nur eine Teilnahme pro E-Mail-Adresse erlaubt ist, muss das System diese Einschränkung berücksichtigen. Wenn dagegen jeder Kauf eine neue Gewinnchance erzeugt, muss Mehrfachteilnahme möglich sein.
6. WELCHE DATEN SOLLEN ABGEFRAGT WERDEN?
Ein häufiger Fehler besteht darin, das Teilnahmeformular nach dem Prinzip aufzubauen: „Was könnten wir noch gebrauchen?“ Besser ist die umgekehrte Frage: „Welche Daten benötigen wir tatsächlich für die Teilnahme und die Abwicklung?“ Typische Daten können sein:
Vorname
Nachname
E-Mail-Adresse
Anschrift
Geburtsdatum oder Altersbestätigung
Telefonnummer
Kaufdatum
Händler
Produkt
Kassenbonnummer
Gewinncode
Antwort auf eine Gewinnspielfrage
Dabei gilt: Jedes zusätzliche Feld ist ein zusätzlicher Schritt. Und jeder zusätzliche Schritt kann die Teilnahmehürde erhöhen. Deshalb gehören Datenanforderungen schon in das Briefing – und sollten zwischen Marketing, Technik und Datenschutz abgestimmt werden.
7. SOLLEN MARKETING-OPT-INS GEWONNEN WERDEN?
Viele Unternehmen nutzen Gewinnspiele auch zur Leadgenerierung. Dann muss bereits vor der Programmierung geklärt werden:
Soll ein Newsletter-Opt-in integriert werden?
Für welche Marke?
Für welche Kommunikationskanäle?
Welche Einwilligungstexte werden verwendet?
Wird Double Opt-in eingesetzt?
Wohin werden bestätigte Leads übertragen?
Gibt es bereits ein CRM oder Newsletter-System?
Welche Informationen müssen zusammen mit dem Opt-in dokumentiert werden?
Technisch macht es einen erheblichen Unterschied, ob Teilnehmer lediglich an der Verlosung teilnehmen oder zusätzlich in ein CRM-System übertragen und dort nach ihrem Einwilligungsstatus weiterverarbeitet werden sollen.
8. KASSENBON, CODE ODER UPLOAD: WAS MUSS GEPRÜFT WERDEN?
Bei kaufgekoppelten Promotions wird das Briefing noch wichtiger.
Kassenbon-Aktion
Dann solltest du unter anderem definieren:
Welche Produkte sind aktionsberechtigt?
Welche Händler nehmen teil?
Welcher Einkaufszeitraum gilt?
Welche Informationen müssen auf dem Bon erkennbar sein?
Welche Dateiformate dürfen hochgeladen werden?
Wie groß dürfen Dateien sein?
Wird automatisiert oder manuell geprüft?
Was passiert bei unleserlichen Belegen?
Dürfen Teilnehmer einen Bon nachreichen?
Code-Promotion
Hier sind andere Fragen relevant:
Wie sehen die Codes aus?
Wie viele Codes existieren?
Sind sie einmal oder mehrfach verwendbar?
Werden Codes vorab generiert?
Gibt es verschiedene Codegruppen?
Wie werden ungültige Codes behandelt?
Wie werden Mehrfachversuche verhindert?
Solche Fragen erst während der Programmierung zu beantworten, kostet fast immer zusätzliche Zeit.
9. WAS PASSIERT DIREKT NACH DER TEILNAHME?
Auch dieser Teil wird im Briefing häufig vergessen. Dabei ist die Teilnahme nicht mit dem Klick auf „Absenden“ automatisch abgeschlossen. Mögliche nächste Schritte sind:
Deshalb sollte das Briefing den gesamten Teilnehmerprozess beschreiben – nicht nur das Formular.
10. WELCHE E-MAILS MUSS DAS SYSTEM VERSENDEN?
Zu einer Gewinnspielplattform können mehrere automatisierte E-Mails gehören. Beispiele:
Teilnahmebestätigung
Double-Opt-in-Mail
Registrierungsmail
Passwort-Reset
Kassenbon-Bestätigung
Hinweis auf abgelehnten Kaufnachweis
Gewinnerbenachrichtigung
Gewinnbestätigung
Erinnerungsmail
Versandinformation
Für jede Nachricht sollte geklärt sein:
Wann wird sie ausgelöst?
Wer ist Absender?
Welche Inhalte sind erforderlich?
Welche Variablen werden eingefügt?
Gibt es unterschiedliche Sprachen?
Damit wird aus „Wir brauchen noch eine Bestätigungsmail“ ein definierter Prozess.
11. WELCHE SYSTEME MÜSSEN ANGEBUNDEN WERDEN?
Eine Gewinnspiel-Landingpage steht heute häufig nicht völlig isoliert. Mögliche Schnittstellen bestehen zu:
CRM
Newsletter-System
Marketing Automation
Kundendatenbank
Shop
Loyalty-System
Produktdatenbank
Code-Datenbank
Analytics
Consent Management
Fulfillment-System
externen APIs
Im Briefing sollten Schnittstellen so früh wie möglich genannt werden. Denn eine einfache Stand-alone-Lösung ist technisch etwas völlig anderes als eine Promotion, die in Echtzeit mit mehreren Unternehmenssystemen kommunizieren muss.
12. WO SOLL DIE LANDINGPAGE ERREICHBAR SEIN?
Eine weitere wichtige Entscheidung betrifft Domain und Hosting. Mögliche Varianten sind beispielsweise:
eigene Aktionsdomain
Subdomain des Unternehmens
Unterverzeichnis der Unternehmenswebsite
externe Gewinnspielplattform
Einbindung in eine bestehende Website
Dabei spielen nicht nur Branding und SEO eine Rolle. Auch IT-Sicherheit, Tracking, Datenschutz, Zertifikate, Schnittstellen und organisatorische Zuständigkeiten können davon abhängen. Deshalb sollte die Unternehmens-IT möglichst früh einbezogen werden.
13. WIE VIELE LÄNDER UND SPRACHEN SIND GEPLANT?
Bei internationalen Promotions steigt die Komplexität schnell.
Aus einer Landingpage werden möglicherweise: zehn Sprachfassungen mit unterschiedlichen Teilnahmebedingungen, Gewinnen und Aktionszeiträumen. Das Briefing sollte deshalb festhalten:
teilnehmende Länder
benötigte Sprachen
verantwortliche Märkte
länderspezifische Gewinne
unterschiedliche Aktionszeiträume
Zeitzonen
lokale Teilnahmebedingungen
abweichende Mechaniken
unterschiedliche Opt-ins
lokale Ansprechpartner
Eine internationale Gewinnspielplattform sollte deshalb nicht einfach als später zu übersetzende deutsche Landingpage geplant werden.
14. WELCHE DESIGNASSETS LIEGEN BEREITS VOR?
Erst jetzt kommen wir zum klassischen Designbriefing. Benötigt werden beispielsweise:
Kampagnen-Keyvisual
Logo
Corporate-Design-Vorgaben
Farben
Schriften
Produktabbildungen
Gewinnbilder
Aktionspackungen
Händlerlogos
Icons
Videos
Bildrechte
Freigabevorgaben
Zusätzlich sollte feststehen, wer das Design entwickelt. Möglicherweise existiert bereits ein Kampagnenlayout der Leadagentur und die Gewinnspielagentur adaptiert dieses lediglich für die Landingpage. Oder die komplette Gestaltung wird gemeinsam mit der Landingpage entwickelt.
15. TRACKING UND KPIS VOR DEM START DEFINIEREN
Was später ausgewertet werden soll, muss vorher messbar gemacht werden. Deshalb gehört auch das Reporting ins Briefing. Mögliche Kennzahlen:
Besucher
Teilnahmebeginn
abgeschlossene Teilnahmen
Conversion Rate
Abbruchquote
Teilnahme pro Kanal
QR-Code-Scans
Codes
Kassenbon-Uploads
ungültige Einreichungen
Mehrfachteilnahmen
Sofortgewinne
Newsletter-Opt-ins
Double-Opt-in-Quote
Geräte
Länder
Sprachen
Warte nicht bis zum Kampagnenende mit der Frage: „Welche Zahlen können wir eigentlich auswerten?“
16. SUPPORT UND SONDERFÄLLE MITDENKEN
Auch die beste Landingpage erzeugt Fragen. Typische Teilnehmerprobleme sind:
Code funktioniert nicht
Kassenbon kann nicht hochgeladen werden
Bestätigungsmail kommt nicht an
Teilnahme wird abgelehnt
Sofortgewinn wurde angezeigt, aber keine E-Mail kam
Teilnehmer hat falsche Daten eingegeben
Link ist abgelaufen
Deshalb sollte geklärt sein:
Wer übernimmt den Teilnehmer-Support?
Über welchen Kanal?
Zu welchen Zeiten?
Wer kann auf Teilnehmerdaten zugreifen?
Wer entscheidet bei Sonderfällen?
Welche Eskalationswege gibt es?
Das ist kein Detail. Es gehört zur Nutzererfahrung der Kampagne.
17. WAS PASSIERT NACH DEM AKTIONSENDE?
Eine Gewinnspiel-Landingpage besitzt auch ein Leben nach dem Teilnahmeschluss. Zu klären ist beispielsweise:
Wird die Teilnahme automatisch geschlossen?
Welche Meldung erscheint danach?
Bleiben Teilnahmebedingungen erreichbar?
Wann werden Gewinner gezogen?
Wie werden Gewinner informiert?
Wer beschafft die Gewinne?
Wer verschickt sie?
Wie werden Rückläufer behandelt?
Wann werden Teilnehmerdaten gelöscht?
Was passiert mit Marketing-Opt-ins?
Wann wird die Landingpage abgeschaltet oder weitergeleitet?
Eine professionelle Planung endet deshalb nicht beim Go-live. Sie reicht bis zum vollständigen Abschluss der Promotion.
18. DER ZEITPLAN: NICHT VOM GO-LIVE RÜCKWÄRTS VERGESSEN
„Die Aktion soll nächsten Monat starten“ ist noch kein Projektplan. Ein realistischer Zeitplan berücksichtigt unter anderem:
Je komplexer die Mechanik, desto wichtiger werden zusätzliche Puffer. Hinzu kommen interne Abstimmungen. Oft ist nämlich nicht die Programmierung der größte Zeitfaktor, sondern:
verspätete Designfreigaben,
fehlende Rechtstexte,
offene Gewinnentscheidungen,
nicht freigegebene Schnittstellen,
IT-Sicherheitsprüfungen
oder nachträgliche Änderungswünsche.
19. VOR DEM GO-LIVE MUSS DIE GESAMTE PROZESSKETTE GETESTET WERDEN
Eine schön dargestellte Startseite sagt noch nichts darüber aus, ob die Promotion funktioniert. Deshalb sollte bereits im Briefing geklärt werden, wer Qualitätssicherung und Freigabe übernimmt. Getestet werden sollten je nach Mechanik beispielsweise:
DIE KOMPAKTE BRIEFING-CHECKLISTE FÜR DEINE GEWINNSPIEL-LANDINGPAGE
Bevor du eine Agentur oder einen Entwickler briefst, solltest du möglichst viele dieser Fragen beantworten können:
Strategie
Was ist das Marketingziel?
Wer ist die Zielgruppe?
Welche KPIs sollen erreicht werden?
Mechanik
Wie funktioniert die Teilnahme?
Kauf erforderlich?
Code?
Kassenbon?
Quiz?
Upload?
Sofortgewinn?
Mehrfachteilnahme?
Gewinne
Welche Gewinne?
Wie viele?
Wann werden sie vergeben?
Sofort oder Verlosung?
Daten
Welche Teilnehmerdaten werden benötigt?
Welche Daten sind Pflichtfelder?
Welche Daten sind freiwillig?
Leadgenerierung
Newsletter-Opt-in?
Double Opt-in?
CRM-Anbindung?
Technik
Domain?
Hosting?
Schnittstellen?
Tracking?
Consent?
Login?
International
Länder?
Sprachen?
Zeitzonen?
länderspezifische Unterschiede?
Kommunikation
Welche automatisierten E-Mails?
FAQ?
Support?
Fehlermeldungen?
Design
CI?
Keyvisual?
Produktbilder?
Gewinnabbildungen?
Texte?
Recht
Teilnahmebedingungen?
Datenschutz?
Impressum?
Einwilligungstexte?
Betrieb
Monitoring?
Teilnehmer-Support?
Kassenbonprüfung?
Codeprüfung?
Nach Aktionsende
Gewinnerermittlung?
Gewinnerbenachrichtigung?
Gewinnversand?
Datenlöschung?
Landingpage-Abschaltung?
Je mehr davon geklärt ist, desto präziser kann ein Dienstleister Aufwand, Zeitplan und Kosten einschätzen.
LANDINGPAGE SELBST BAUEN, MIT EINEM TOOL UMSETZEN ODER ERSTELLEN LASSEN?
Nicht jede Promotion benötigt dieselbe Lösung. Für eine sehr einfache Aktion kann eine bestehende technische Infrastruktur völlig ausreichend sein. Auch standardisierte Gewinnspieltools können für wiederkehrende einfache Mechaniken sinnvoll sein. Komplexer wird es jedoch beispielsweise bei:
individuellen Mechaniken,
Kassenbon-Aktionen,
Codes,
Sofortgewinnen,
mehreren Ländern,
mehreren Sprachen,
CRM-Schnittstellen,
größeren Gewinnmengen,
individuellen Datenprozessen,
Gewinnabsicherung,
Teilnehmer-Support
oder vollständigem Fulfillment.
Dann sollte die Entscheidung nicht ausschließlich lauten: „Wer baut uns eine Landingpage?“ Sondern: „Wer sorgt dafür, dass der komplette Prozess hinter der Landingpage funktioniert?“ Genau darauf ist auch die neue HAPPY-Lösung ausgerichtet. Mehr dazu: https://www.happysolutions.de/landingpage/gewinnspiel-landingpage-erstellen-lassen/
LANDINGPAGE ODER KOMPLETTES ONLINE-GEWINNSPIEL?
Eine Gewinnspiel-Landingpage ist zunächst die technische Oberfläche der Kampagne. Das Online-Gewinnspiel ist dagegen das gesamte Marketinginstrument mit Ziel, Mechanik, Gewinnplan, Kommunikation, Teilnahmeprozess und Abwicklung.
FAZIT: EIN GUTES BRIEFING SPART SPÄTER DIE TEUERSTEN ÄNDERUNGEN
Die sichtbare Landingpage ist nur ein Teil eines digitalen Gewinnspiels. Entscheidend ist das System dahinter. Je früher du Marketingziel, Mechanik, Teilnehmerweg, Daten, Gewinne, technische Anforderungen und Folgeprozesse definierst, desto sauberer kann die Umsetzung geplant werden.
Das bedeutet nicht, dass du vor dem ersten Agenturgespräch bereits jede Detailfrage beantworten musst. Im Gegenteil. Ein erfahrener Gewinnspiel-Dienstleister sollte dir helfen, offene Punkte zu erkennen und daraus eine funktionierende Gesamtarchitektur zu entwickeln. Aber je klarer die Ausgangslage beschrieben ist, desto schneller kommt ihr von: „Wir wollen ein Gewinnspiel machen.“ zu: „So funktioniert unsere Promotion – für Teilnehmer, Marketing, IT und Projektmanagement.“ Und genau darin liegt der Wert eines guten Briefings.
DU BRAUCHST NICHT NUR EINE SEITE, SONDERN EINE FUNKTIONIERENDE GEWINNSPIEL-LÖSUNG?
Du planst ein Online-Gewinnspiel und möchtest die technische Umsetzung nicht zwischen Webagentur, IT, Rechtsabteilung, Datenmanagement und Gewinnabwicklung koordinieren? Dann sprich direkt mit Patrick Grünberg. HAPPY Marketing Solutions entwickelt individuelle Gewinnspiel-Landingpages und übernimmt je nach Projekt auch die Leistungen, die hinter der sichtbaren Seite liegen – von Konzept und Design über Programmierung, Hosting und Datenmanagement bis zu Teilnehmer-Support, Gewinnerermittlung und Gewinnlogistik. Die Leistungen können dabei passend zur vorhandenen Infrastruktur zusammengestellt werden.
Patrick Grünberg Managing Consultant HAPPY Marketing Solutions AG
Was gehört in ein Briefing für eine Gewinnspiel-Landingpage? Mindestens Ziel, Zielgruppe, Mechanik, Gewinne, Teilnahmezeitraum, Teilnahmevoraussetzungen, benötigte Daten, gewünschte Opt-ins, Länder und Sprachen sowie vorhandene technische Systeme sollten beschrieben werden. Zusätzlich sind Informationen zu Design, Hosting, Tracking, Support und Gewinnerabwicklung hilfreich.
Wie detailliert muss das Briefing bereits sein? Nicht jede technische Detailfrage muss vorab beantwortet sein. Das Briefing sollte vor allem das Marketingziel und den gewünschten Teilnehmerprozess beschreiben. Ein spezialisierter Dienstleister kann daraus gemeinsam mit dir die technischen und organisatorischen Anforderungen ableiten.
Was ist der Unterschied zwischen einer Gewinnspiel-Landingpage und einem normalen Teilnahmeformular? Eine professionelle Gewinnspielplattform kann weit mehr umfassen als ein Formular. Je nach Mechanik gehören beispielsweise Codevalidierung, Kassenbon-Upload, Sofortgewinnlogik, Double Opt-in, Datenbank, CRM-Schnittstellen, Gewinnerseiten, FAQ, Supportfunktionen und automatisierte E-Mails dazu.
Sollte die Landingpage auf der Unternehmensdomain liegen? Das kann sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend erforderlich. Möglich sind unter anderem eine Unternehmensdomain, Subdomain oder separate Aktionsdomain. Welche Variante am besten passt, hängt von Branding, IT-Infrastruktur, Datenverarbeitung, Sicherheit und der technischen Mechanik ab.
Wie früh sollte eine Gewinnspiel-Landingpage beauftragt werden? Das hängt von der Komplexität ab. Je mehr Mechaniken, Schnittstellen, Länder, Sprachen und interne Freigaben beteiligt sind, desto größer sollte der Vorlauf sein. Wichtig ist, nicht ausschließlich die Entwicklungszeit zu betrachten. Design-, Rechts-, IT- und Freigabeprozesse benötigen ebenfalls Zeit.
Kann eine bestehende Website für das Gewinnspiel verwendet werden? Ja. Bei einfachen Aktionen kann eine bestehende Website oder das vorhandene CMS ausreichend sein. Bei komplexeren Mechaniken sollte geprüft werden, ob die vorhandene Infrastruktur beispielsweise Uploads, Codes, Sofortgewinne, Datenmanagement und Schnittstellen zuverlässig abbilden kann.
Wann ist ein Gewinnspiel-Baukasten ausreichend? Für standardisierte, einfache Aktionen ohne komplexe Datenprozesse oder Fulfillment kann ein Baukasten sinnvoll sein. Bei individuellen Mechaniken, Kassenbon-Aktionen, Codes, mehreren Ländern oder Schnittstellen steigt dagegen der Bedarf an individueller Entwicklung und Betreuung.
Welche internen Abteilungen sollten am Briefing beteiligt sein? Je nach Projekt insbesondere Marketing, IT, Datenschutz beziehungsweise Recht, CRM und gegebenenfalls Vertrieb, E-Commerce, Einkauf oder Logistik. Bei größeren Promotions sollte außerdem früh geklärt werden, wer Freigaben erteilt.
Wer kümmert sich nach Ende des Gewinnspiels um die Landingpage? Das sollte bereits im Projekt definiert sein. Nach Teilnahmeschluss können beispielsweise eine Aktionsende-Seite, Gewinnerkommunikation, Datenexporte, Datenlöschung und schließlich Abschaltung oder Weiterleitung der Landingpage erforderlich sein.
Kann HAPPY nur die Gewinnspiel-Landingpage umsetzen? Ja. Je nach vorhandener Infrastruktur können Leistungen modular zusammengestellt werden. HAPPY kann beispielsweise technische Umsetzung und Datenmanagement übernehmen, während andere Aufgaben intern verbleiben – oder die komplette Kampagne von der Konzeption bis zum Gewinn-Fulfillment betreuen.
Über den Autor
Patrick Grünberg bringt ein Jahrzehnt Erfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation mit. Als kreativer Kopf mit einem Auge für Trends und Technologien hat er zahlreiche erfolgreiche Kampagnen im B2B- und B2C-Marketing umgesetzt. Sein Schwerpunkt liegt auf innovativen Marketingstrategien, die Marken nachhaltig stärken und Zielgruppen begeistern.
Besonders begeistert ist Patrick von Themen wie Storytelling, Kundenbindung und dem Einsatz neuer Technologien wie KI oder Gamification im Gewinnspiel-Marketing. Seine Leidenschaft für klar verständliche und praxisnahe Inhalte spiegelt sich in jedem seiner Artikel wider. Dabei legt er großen Wert darauf, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Seine Artikel auf dem HAPPY-Blog sollen dir nicht nur Wissen vermitteln, sondern dich auch motivieren, eigene, außergewöhnliche Wege im Marketing zu gehen.
Patrick Grünberg ist nach seinem Studium des Medien- und Kommunikationsmanagements seit Oktober bei HAPPY und seit 5 Jahren Managing Consultant. 2020 hat er mit seinem Vater und Lothar Mende die HAPPY Secure Promotions GmbH für Gewinnspiel-Absicherungen gegründet. Die HAPPY Group ist damit der einzige Anbieter im deutschsprachigen Raum, der als spezialisierter Full-Service-Dienstleister für Gewinnspiel-Lösungen und abgesicherte Promotions alles aus einer Hand anbietet.