Verfasst von Patrick Grünberg · ca. 12 Minuten Lesezeit
Kurzzusammenfassung
Der VGH München hat entschieden, dass die konkret untersuchten Online-Gewinnspiele mit maximal 0,49 Euro Teilnahmeentgelt und einem technischen Stundenlimit von 9,80 Euro kein unerlaubtes Glücksspiel darstellten. Das Urteil bedeutet jedoch nicht, dass jedes Online-Gewinnspiel bis 50 Cent automatisch zulässig ist. Für Unternehmen sind insbesondere fünf Punkte wichtig: 1. Nicht jedes geringe Teilnahmeentgelt führt automatisch zu Glücksspiel. 2. Die mögliche Gesamtbelastung eines Teilnehmers kann entscheidend sein. 3. Mehrfachteilnahmen müssen in ihrer konkreten Gestaltung betrachtet werden. 4. Mechanik, Unterhaltungscharakter und Nutzerführung beeinflussen die Bewertung. 5. Technische Limits können zu einem wichtigen Bestandteil rechtskonformer Promotionkonzeption werden. Die Revision wurde zugelassen. Unternehmen sollten die Entscheidung deshalb als wichtigen Orientierungsbaustein verstehen – nicht als pauschalen Freibrief.
Ein Teilnahmeentgelt bei einem Online-Gewinnspiel bedeutet nicht automatisch, dass daraus verbotenes Glücksspiel wird. Das zeigt ein bemerkenswertes Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.
Der VGH München hat mit Urteil vom 10. Juli 2025 – Az. 23 BV 23.913 – entschieden, dass die konkret untersuchten Online-Gewinnspiele mit einem Teilnahmeentgelt von maximal 0,49 Euro und einer technischen Begrenzung des möglichen Einsatzes auf 9,80 Euro pro Stunde kein unerlaubtes öffentliches Glücksspiel waren. (VGH München, Urt. v. 10.07.2025 – Az.: 23 BV 23.913)
Für Unternehmen, Marken, Medienanbieter und Agenturen ist die Entscheidung interessant. Sie zeigt nämlich, dass bei der rechtlichen Abgrenzung zwischen Gewinnspiel, Unterhaltungsspiel und Glücksspiel nicht allein die Frage zählt: „Muss der Teilnehmer etwas bezahlen?“ Vielmehr kommt es auf die konkrete Gestaltung der gesamten Mechanik an.
Genau deshalb sollte das Urteil allerdings auch nicht als allgemeiner Freibrief für kostenpflichtige Online-Gewinnspiele verstanden werden.
Das wichtigste vorab
Aus Sicht der Gewinnspielpraxis lassen sich aus dem Urteil vor allem fünf Punkte mitnehmen:
Ein geringes Teilnahmeentgelt macht eine Promotion nicht automatisch zu Glücksspiel.
Die Höhe des möglichen Gesamteinsatzes kann für die Beurteilung entscheidend sein.
Auch die Gestaltung von Mehrfachteilnahmen spielt eine wichtige Rolle.
Unterhaltungscharakter, Mechanik und Nutzerführung müssen im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.
Das Urteil schafft Gestaltungsspielraum – aber keinen pauschalen sicheren „50-Cent-Korridor“ für jedes denkbare Online-Modell.
Wer ein Online-Gewinnspiel konzipiert, sollte deshalb Mechanik, Entgelt, Gewinnchance, Wiederholungsmöglichkeiten und Kommunikation gemeinsam prüfen. Genau hier unterscheidet sich professionelle Gewinnspielkonzeption vom bloßen Einsatz einer technischen Plattform.
Ausgangspunkt war das Angebot einer privaten Rundfunkveranstalterin. Neben klassischen TV-Gewinnspielen bestand über eine Internetplattform auch die Möglichkeit, an kostenpflichtigen Online-Gewinnspielen teilzunehmen. Die Teilnehmer konnten digitale Guthaben beziehungsweise „Coins“ einsetzen. Je Teilnahme wurden maximal 0,49 Euro fällig.
Besonders wichtig für die spätere gerichtliche Beurteilung war jedoch eine technische Begrenzung: Ein Algorithmus stellte sicher, dass innerhalb einer Stunde höchstens 20 entsprechende Teilnahmen und damit maximal 9,80 Euro Einsatz möglich waren.
Die zuständige Glücksspielbehörde sah in dem Angebot unerlaubtes öffentliches Glücksspiel im Internet und untersagte es. Das Verwaltungsgericht München bestätigte diese Sicht zunächst. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kam in der Berufung jedoch zu einem anderen Ergebnis und hob den Untersagungsbescheid auf.
Warum ist das Urteil für Online-Gewinnspiele so interessant?
Das Spannende ist weniger die Zahl 50 Cent an sich. Viel interessanter ist die Begründung dahinter. Nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Glücksspielstaatsvertrag liegt Glücksspiel vor, wenn
im Rahmen eines Spiels
für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird
und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt.
Auf den ersten Blick könnte man deshalb meinen: Entgelt + Zufall + Gewinnchance = Glücksspiel. Der VGH betrachtet die Sache differenzierter. Nach seiner Auffassung muss die Vermögensleistung eine gewisse Erheblichkeitsschwelle erreichen. Der glücksspielrechtliche Entgeltbegriff decke sich insoweit mit dem strafrechtlichen Einsatzbegriff. Ein vollkommen geringfügiger finanzieller Aufwand genügt danach nicht automatisch. Das Gericht grenzt dadurch Glücksspiel von einem bloßen Unterhaltungsspiel ab.
50 Cent sind nicht die einzige entscheidende Grenze
Gerade für Marketingverantwortliche ist dieser Punkt wichtig. Aus dem Urteil sollte keinesfalls die vereinfachte Regel abgeleitet werden: „Alles bis 50 Cent ist erlaubt.“ So einfach ist es nicht. Im entschiedenen Fall kamen mehrere Merkmale zusammen:
Merkmal
Gestaltung im entschiedenen Fall
Entgelt je Teilnahme
maximal 0,49 €
Mehrfachteilnahme
grundsätzlich möglich
technische Begrenzung
maximal 20 Spiele pro Stunde
maximaler Betrag
9,80 € pro Stunde
Mechanik
Gewinnspiele mit Unterhaltungscharakter
Verlustausgleich
keine darauf ausgerichtete Mechanik
steigende Einsätze
nicht vorgesehen
Der VGH stellte ausdrücklich darauf ab, dass bei den streitigen Spielen die Erheblichkeitsschwelle nicht überschritten wurde. Das bedeutet für die Praxis: Nicht nur der Preis einer einzelnen Teilnahme ist relevant. Auch die Frage, wie viel ein Teilnehmer durch die konkrete Gestaltung tatsächlich innerhalb kurzer Zeit einsetzen kann,kann entscheidend werden.
Warum die technische Begrenzung besonders interessant ist
Für HAPPY ist ein anderer Aspekt des Urteils besonders relevant: Rechtliche Anforderungen lassen sich teilweise bereits in der technischen Konzeption einer Promotion berücksichtigen. Im entschiedenen Fall sorgte ein Algorithmus dafür, dass ein Teilnehmer innerhalb einer Stunde nicht unbegrenzt weitere Einsätze tätigen konnte. Nach 20 Spielen beziehungsweise 9,80 Euro war Schluss.
Das zeigt exemplarisch, warum Technik und Recht bei digitalen Promotions nicht getrennt voneinander gedacht werden sollten. Bereits bei der Entwicklung der Mechanik können beispielsweise definiert werden:
maximale Zahl von Teilnahmen,
Zeitlimits,
Teilnahmefrequenzen,
Höchstbeträge,
Sperrmechanismen,
Registrierungslogiken,
Mehrfachteilnahme-Regeln,
Fraud-Kontrollen,
Ausschluss bestimmter Nutzungsmuster.
Eine technisch sauber konzipierte Promotion kann damit nicht nur sicherer und fairer werden. Sie kann auch dazu beitragen, rechtliche Risiken bereits durch das Produktdesign zu reduzieren. Für professionelle Online-Gewinnspiele findest du hier weitere Informationen: https://www.happysolutions.de/gewinnspielideen/online-gewinnspiel/
Mehrfachteilnahme ist nicht automatisch problematisch
Auch beim Thema Mehrfachteilnahme lohnt ein genauer Blick auf das Urteil. Das Gericht hat nicht gesagt, dass ein Teilnehmer nur einmal teilnehmen darf. Im Gegenteil: Wiederholte Teilnahmen waren möglich. Der VGH sah darin im konkreten Fall jedoch kein entscheidendes Problem, weil das Angebot gerade nicht darauf angelegt war, immer weitere Einsätze zu provozieren.
Relevant ist deshalb unter anderem die Frage: Wie wird der Teilnehmer zur nächsten Teilnahme bewegt? Einen Unterschied kann es machen, ob ein Nutzer schlicht freiwillig ein weiteres Mal teilnimmt – oder ob die Mechanik darauf ausgelegt ist, ihn systematisch zu weiteren Einsätzen zu bewegen.
Der VGH verweist insbesondere darauf, dass eine andere Bewertung naheliegen kann, wenn gezielt zur wiederholten Teilnahme aufgefordert oder ein Anreiz geschaffen wird, Verluste durch weitere Einsätze wieder auszugleichen.
Für die Promotionkonzeption bedeutet das: Die rechtliche Bewertung hängt nicht nur vom mathematischen Modell ab. Auch User Experience, Kommunikation und psychologische Mechanik können relevant werden.
Unterhaltungsspiel oder Glücksspiel? Die Mechanik entscheidet mit
Der VGH berücksichtigt außerdem den Unterhaltungscharakter der untersuchten Angebote. Die Teilnahme erschöpfte sich nach Auffassung des Gerichts nicht allein darin, Geld einzusetzen, um noch mehr Geld zu gewinnen. Die Spiele besaßen einen eigenständigen Entertainment- beziehungsweise Gewinnspielcharakter.
Gerade dieser Punkt zeigt, warum Unternehmen nicht versuchen sollten, aus der Entscheidung eine allgemeingültige Schablone abzuleiten. Ein klassisches Marketinggewinnspiel kann völlig anders beurteilt werden als beispielsweise:
ein jackpotähnliches System,
ein Modell mit ständig steigenden Einsätzen,
eine hochfrequente Zufallsmechanik,
ein Spiel mit unmittelbarer Wiederholungsaufforderung,
eine Mechanik, die gezielt zum „Nachsetzen“ animiert.
Der VGH weist selbst darauf hin, dass bei rein zufallsabhängigen Gewinnspielen mit Lotteriecharakter, deren Gewinnmöglichkeiten maßgeblich durch steigende Einsätze geprägt werden, eine andere Bewertung möglich sein kann. Genau diese Einschränkung ist für die Praxis wichtiger als die Schlagzeile „50-Cent-Gewinnspiele erlaubt“.
Das Urteil ist kein Freibrief für bezahlte Promotions
Unternehmen sollten daher nicht den Fehler machen, nach der Entscheidung einfach ein Teilnahmeentgelt von 49 oder 50 Cent einzuführen. Vorher sollten mindestens folgende Punkte geprüft werden:
1. Wofür bezahlt der Teilnehmer? Ist das Entgelt tatsächlich nur eine geringfügige Teilnahmegebühr? Oder kauft der Teilnehmer faktisch eine Gewinnchance?
2. Wie zufallsabhängig ist der Spielausgang? Besteht die Mechanik ausschließlich aus Zufall oder kommen Wissens-, Geschicklichkeits- oder Unterhaltungselemente hinzu?
3. Wie oft kann teilgenommen werden? Eine theoretisch geringe Einzelgebühr kann bei extrem hoher Wiederholungsfrequenz schnell eine andere wirtschaftliche Dimension erreichen.
4. Gibt es technische Einsatzgrenzen? Im entschiedenen Fall war die Begrenzung auf 9,80 Euro pro Stunde ein wesentliches Element.
5. Wie wird Mehrfachteilnahme beworben? „Versuche es noch einmal“ kann etwas anderes sein als ein System, das Teilnehmer gezielt zum immer weiteren Einsatz drängt.
6. Gibt es steigende Einsätze? Je stärker höhere Einsätze unmittelbar größere Gewinnchancen erzeugen, desto kritischer kann die Gestaltung werden.
7. Hat das Angebot eigenständigen Unterhaltungscharakter? Auch dieser Punkt floss in die Beurteilung ein.
Was bedeutet die Entscheidung für klassische Marken-Gewinnspiele?
Für die große Mehrheit der von Unternehmen durchgeführten Promotions ist das Urteil zunächst vor allem rechtlich interessant, nicht zwingend ein Anlass, das eigene Modell zu verändern.
Denn klassische Marken-Gewinnspiele funktionieren häufig ohne unmittelbares Teilnahmeentgelt. Typische Mechaniken sind beispielsweise:
Code-Gewinnspiele,
Kassenbon-Uploads,
Aktionscodes auf Verpackungen,
Gewinnspiele über Landingpages,
QR-Code-Gewinnspiele,
Social-Media-Promotions,
Newsletter-Gewinnspiele,
Instant-Win-Aktionen,
Kaufkopplungsaktionen.
Gerade bei solchen Promotions stehen meist Marketingziele wie
Abverkauf,
Leadgenerierung,
Kundenbindung,
Markenaktivierung,
Produkttrial,
Newsletter-Aufbau oder
Shopper Activation
im Vordergrund.
Für diese Kampagnen lautet die entscheidende Frage daher meist nicht: „Dürfen wir 50 Cent verlangen?“ Sondern: „Wie gestalten wir die gesamte Promotion so, dass Mechanik, Teilnahmebedingungen, Datenschutz, Technik und Kommunikation zusammenpassen?“ Mehr über die professionelle Entwicklung und Umsetzung eines Gewinnspiels: https://www.happysolutions.de/landingpage/gewinnspiel-erstellen-veranstalten/
Kaufgebundenes Gewinnspiel ist nicht dasselbe wie Teilnahmeentgelt
Ein weiterer wichtiger Punkt sollte nicht verwechselt werden. Wenn ein Unternehmen beispielsweise verlangt, dass ein Teilnehmer
ein Aktionsprodukt kauft,
einen Kassenbon hochlädt oder
einen Code aus einer Produktverpackung eingibt,
ist die rechtliche Situation nicht automatisch mit einem Gewinnspiel vergleichbar, bei dem direkt für die Teilnahme beziehungsweise Gewinnchance bezahlt wird. Kaufkopplungen haben ihre eigenen rechtlichen Anforderungen. Entscheidend sind unter anderem:
Auch ein erlaubtes Gewinnspiel ist nicht automatisch ein rechtskonform umgesetztes Gewinnspiel. Das Glücksspielrecht ist nur eine von mehreren Rechtsmaterien, die Unternehmen berücksichtigen müssen. Daneben können unter anderem relevant sein:
Wettbewerbsrecht,
Datenschutz und DSGVO,
Informationspflichten,
Einwilligungen,
Jugendschutz,
Plattformregeln,
Verbraucherschutz,
steuerliche Fragestellungen,
medienrechtliche Vorschriften.
Besonders wichtig sind klare Teilnahmebedingungen. Darin sollten unter anderem geregelt werden:
Interessant: Gewerberecht half der Behörde ebenfalls nicht weiter
Der VGH München setzte sich außerdem mit der Frage auseinander, ob die betreffenden Spiele möglicherweise als „andere Spiele mit Gewinnmöglichkeit“ unter § 33d Gewerbeordnung fallen. Auch das verneinte der Senat für die streitigen Online-Angebote. Nach Auffassung des Gerichts erfasst § 33d Abs. 1 Satz 1 GewO die gewerbsmäßige Veranstaltung entsprechender stationärer Spiele, nicht dagegen Online-Spiele mit Gewinnmöglichkeit. Damit konnte die ursprüngliche Untersagung auch nicht auf diesem Weg aufrechterhalten werden.
Besonders wichtig: Die Revision wurde zugelassen
Wer das Urteil (VGH München, Urt. v. 10.07.2025 – Az.: 23 BV 23.913) für die Planung zukünftiger Kampagnen nutzen möchte, sollte einen Punkt unbedingt berücksichtigen: Der VGH hat selbst die Revision zugelassen.Der Grund dafür ist erheblich.
Nach Auffassung des Gerichts sind zentrale Fragen – insbesondere das Verhältnis zwischen dem Entgeltbegriff des Glücksspielstaatsvertrags und dem Einsatzbegriff des Strafrechts sowie die relevante Erheblichkeitsschwelle bei Online-Gewinnspielen – grundsätzlich klärungsbedürftig und bislang nicht abschließend durch das Bundesverwaltungsgericht beantwortet.
Das Urteil sollte deshalb nicht als endgültiger allgemeiner Rechtsgrundsatz verstanden werden, mit dem sich jedes kostenpflichtige Online-Gewinnspiel rechtfertigen lässt. Für Unternehmen bedeutet das: Vor einer Kampagne mit Teilnahmeentgelt sollte immer die konkrete Konstruktion geprüft werden.
Was Unternehmen aus dem Urteil wirklich lernen können
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis des Urteils lautet deshalb nicht: „50 Cent sind erlaubt.“ Die wichtigere Botschaft ist: Bei Gewinnspielen entscheidet die konkrete Gestaltung der gesamten Mechanik. Für professionelle Promotions sollten deshalb bereits in der Konzeptphase gemeinsam betrachtet werden:
Bereich
Zu prüfende Frage
Teilnahme
Kostenlos oder entgeltlich?
Mechanik
Zufall, Wissen oder Geschicklichkeit?
Frequenz
Wie häufig kann teilgenommen werden?
Höchstgrenze
Welcher Gesamtbetrag ist möglich?
Mehrfachteilnahme
Möglich, begrenzt oder ausgeschlossen?
UX
Wird zu Wiederholungen gedrängt?
Gewinnchance
Wie verändert sie sich bei weiteren Teilnahmen?
Technik
Sind Grenzen technisch abgesichert?
Kommunikation
Werden Kosten und Regeln transparent dargestellt?
Recht
Welche Rechtsgebiete greifen zusätzlich?
Damit wird Rechtskonformität nicht erst kurz vor Kampagnenstart geprüft. Sie wird Bestandteil des Promotiondesigns.
Warum HAPPY Recht, Mechanik und Technik zusammen denkt
Eine erfolgreiche Promotion entsteht nicht dadurch, dass zunächst eine kreative Idee entwickelt und anschließend „noch schnell die Teilnahmebedingungen“ ergänzt werden. Die bessere Reihenfolge lautet:
Genau darin liegt der Vorteil eines spezialisierten Gewinnspieldienstleisters. HAPPY entwickelt und realisiert komplette Gewinnspielkampagnen und verbindet dabei:
Fazit: Ein wichtiges Urteil – aber die 50-Cent-Grenze allein reicht nicht
Das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 10. Juli 2025 erweitert die Diskussion über kostenpflichtige Online-Gewinnspiele erheblich. Im konkret entschiedenen Fall waren Online-Gewinnspiele mit maximal 0,49 Euro je Teilnahme und einer technischen Begrenzung auf 9,80 Euro pro Stunde kein unerlaubtes öffentliches Glücksspiel. Entscheidend war, dass die nach Auffassung des Gerichts erforderliche Erheblichkeitsschwelle nicht überschritten wurde.
Für Marken und Agenturen ist daraus aber keine simple „49-Cent-Regel“ abzuleiten. Entscheidend bleibt das Gesamtmodell:
Gerade deshalb lohnt es sich, rechtliche Fragen nicht isoliert zu betrachten. Wer eine innovative Gewinnspielmechanik plant, sollte sie von Anfang an technisch, marketingstrategisch und rechtlich zusammen entwickeln.
Deine Gewinnspielidee rechtzeitig auf Machbarkeit prüfen
Du planst eine ungewöhnliche Gewinnspielmechanik? Dann solltest du nicht erst kurz vor dem Launch feststellen, dass Mechanik, Technik und rechtliche Anforderungen nicht zusammenpassen. Patrick Grünberg und das HAPPY-Team prüfen mit dir bereits in der Konzeptphase, wie sich deine Promotion sinnvoll aufsetzen lässt – von der Gewinnspielidee über die technische Mechanik bis zu Teilnahmebedingungen, Datenschutz, Fraud Prevention und Gewinnmanagement.
FAQ zum VGH-Urteil über 50-Cent-Online-Gewinnspiele
Sind Online-Gewinnspiele bis 50 Cent jetzt grundsätzlich erlaubt? Nein. Das Urteil betrifft eine konkrete Gestaltung. Neben maximal 0,49 Euro pro Teilnahme spielte insbesondere die technische Begrenzung auf 9,80 Euro pro Stunde eine wichtige Rolle.
Warum waren die untersuchten Gewinnspiele nach Ansicht des VGH kein Glücksspiel? Nach Auffassung des Gerichts wurde die für den Glücksspielbegriff erforderliche Erheblichkeitsschwelle beim Einsatz nicht überschritten.
Dürfen Teilnehmer mehrfach teilnehmen? Mehrfachteilnahmen waren im konkreten Fall möglich. Entscheidend war unter anderem, dass das Angebot nicht darauf ausgerichtet war, Teilnehmer systematisch zu immer weiteren Einsätzen zu bewegen.
Sind 10 Euro pro Stunde jetzt eine sichere gesetzliche Grenze? Nein. Die Zahl ergibt sich aus der vom Gericht ausgewerteten Rechtsprechung und der konkreten Argumentation des Urteils. Der VGH hat gerade wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieser Rechtsfragen die Revision zugelassen.
Betrifft das Urteil auch klassische kostenlose Marken-Gewinnspiele? Diese sind von der Kernfrage des Urteils grundsätzlich nicht unmittelbar betroffen, weil dort kein Teilnahmeentgelt verlangt wird. Dennoch bleibt das Urteil für die Abgrenzung von Gewinnspiel und Glücksspiel grundsätzlich interessant.
Ist ein kaufgebundenes Gewinnspiel ein entgeltliches Gewinnspiel? Nicht automatisch. Der Kauf eines Aktionsproduktes und ein unmittelbar für die Gewinnchance verlangtes Teilnahmeentgelt sind rechtlich unterschiedliche Konstellationen und müssen jeweils anhand ihrer konkreten Gestaltung beurteilt werden.
Muss ein kostenpflichtiges Gewinnspiel Teilnahmebedingungen haben? Klare Teilnahmebedingungen sind bei professionell veranstalteten Gewinnspielen unverzichtbar. Kosten, Teilnahmefrequenz, Gewinnmechanik und sonstige Voraussetzungen müssen insbesondere transparent geregelt werden.
Kann HAPPY solche Gewinnspielmodelle entwickeln? Ja. HAPPY verbindet Konzeption, Gewinnspieltechnik, Teilnahmebedingungen, Datenschutz, Security und Kampagnenmanagement. Bei ungewöhnlichen oder rechtlich besonders sensiblen Mechaniken sollte zusätzlich eine konkrete juristische Prüfung erfolgen.
Über den Autor
Patrick Grünberg bringt ein Jahrzehnt Erfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation mit. Als kreativer Kopf mit einem Auge für Trends und Technologien hat er zahlreiche erfolgreiche Kampagnen im B2B- und B2C-Marketing umgesetzt. Sein Schwerpunkt liegt auf innovativen Marketingstrategien, die Marken nachhaltig stärken und Zielgruppen begeistern.
Besonders begeistert ist Patrick von Themen wie Storytelling, Kundenbindung und dem Einsatz neuer Technologien wie KI oder Gamification im Gewinnspiel-Marketing. Seine Leidenschaft für klar verständliche und praxisnahe Inhalte spiegelt sich in jedem seiner Artikel wider. Dabei legt er großen Wert darauf, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Seine Artikel auf dem HAPPY-Blog sollen dir nicht nur Wissen vermitteln, sondern dich auch motivieren, eigene, außergewöhnliche Wege im Marketing zu gehen.
Patrick Grünberg ist nach seinem Studium des Medien- und Kommunikationsmanagements seit Oktober 2015 bei HAPPY und heute CEO der HAPPY Marketing Solutions AG. 2020 hat er mit seinem Vater und Lothar Mende die HAPPY Secure Promotions GmbH für Gewinnspiel-Absicherungen gegründet. Die HAPPY Group ist damit der einzige Anbieter im deutschsprachigen Raum, der als spezialisierter Full-Service-Dienstleister für Gewinnspiel-Lösungen und abgesicherte Promotions alles aus einer Hand anbietet.