Verfasst von Patrick Grünberg · ca. 19 Minuten Lesezeit
Gewinnspiele in Chile

Chile gehört zu den wirtschaftlich stabileren und digital gut entwickelten Märkten Lateinamerikas. Für internationale Marken ist das Land deshalb grundsätzlich interessant für Gewinnspiele, Verkaufsförderungsaktionen, Shopper Promotions und digitale Promotions.

Rechtlich sollte Chile dennoch nicht einfach wie ein „unkomplizierter lateinamerikanischer Markt“ behandelt werden. Insbesondere das Verbraucherschutzrecht, transparente Teilnahmebedingungen, die Kommunikation der Gewinne und Gewinner sowie steuerliche und datenschutzrechtliche Fragen müssen berücksichtigt werden.

Kurzzusammenfassung

Gewinnspiele und Promotions sind in Chile grundsätzlich möglich. Besonders wichtig sind die Vorgaben des chilenischen Verbraucherschutzrechts: Teilnahme-bedingungen und Laufzeit müssen transparent kommuniziert werden, Anzahl be-ziehungsweise Umfang der Gewinne und die Frist zur Inanspruchnahme sind an-zugeben und die Ergebnisse müssen angemessen veröffentlicht werden. Kaufge-bundene Promotions können grundsätzlich möglich sein, sollten aber abhängig von der Mechanik lokal geprüft werden. Zusätzlich sind Steuer- und Fulfillmentfra-gen zu beachten. Eine wichtige Veränderung steht beim Datenschutz bevor: Am 1. Dezember 2026 tritt Chiles neue Datenschutzordnung nach Ley N° 21.719 in Kraft.

CHILE AUF EINEN BLICK

ThemaEinschätzung für Gewinnspiele in Chile
Gewinnspiele grundsätzlich erlaubt?Ja, kommerzielle Promotions und Gewinnspiele sind grundsätzlich möglich
Kauf gekoppelte TeilnahmeGrundsätzlich möglich, muss aber im konkreten Kampagnenmodell geprüft werden
Kostenlose VerlosungMöglich
Zufallsbasierte GewinnerermittlungMöglich
Skill Contest / WettbewerbMöglich
Allgemeine Genehmigungspflicht für klassische Marketing-GewinnspieleIn der Regel nicht mit den genehmigungspflichtigen gemeinnützigen Rifas gleichzusetzen; Mechanik im Einzelfall prüfen
Teilnahmebedingungen erforderlich?Ja, dringend erforderlich
Gewinne und Anzahl der Preise offenlegen?Ja
Gewinner bzw. Ergebnisse veröffentlichen?Ergebnisse müssen angemessen bekannt gemacht werden
Datenschutz beachten?Ja
Besonderheit Datenschutz 2026Neue Datenschutzordnung tritt zum 1. Dezember 2026 in Kraft
Gewinne steuerlich relevant?Ja, steuerliche Prüfung erforderlich
Empfohlene SpracheSpanisch
Lokale Rechtsprüfung empfohlen?Ja, besonders bei Kaufkopplung, hochwertigen Gewinnen und internationalen Kampagnen

1. SIND GEWINNSPIELE IN CHILE ERLAUBT?

Ja. Werbliche Gewinnspiele, Promotions, Wettbewerbe und Verlosungen sind in Chile grundsätzlich möglich. Für kommerzielle Promotions ist insbesondere das chilenische Verbraucherschutzgesetz Ley N° 19.496 sobre Protección de los Derechos de los Consumidores relevant.

Die Artikel 35 und 36 enthalten konkrete Vorgaben für Promotions, Wettbewerbe und Verlosungen. Nach Artikel 35 müssen Unternehmen Verbraucher über die Bedingungen einer Promotion sowie deren Dauer informieren. Die bloße Hinterlegung der Teilnahmebedingungen bei einem Notar reicht ausdrücklich nicht als Information der Verbraucher aus.

Für Unternehmen bedeutet das: Die Teilnahmebedingungen müssen den Teilnehmern tatsächlich zugänglich sein. Bei einer digitalen Promotion bietet sich deshalb beispielsweise eine gut sichtbare Verlinkung auf der Landingpage und direkt am Teilnahmeformular an.

2. WAS MUSS BEI PREISEN UND GEWINNERN ANGEGEBEN WERDEN?

Chile stellt an Promotions mit Gewinnspielen oder Verlosungen besondere Transparenzanforderungen. Nach Artikel 36 des Verbraucherschutzgesetzes muss der Veranstalter insbesondere informieren über:

  • den Wert beziehungsweise Umfang oder die Anzahl der Gewinne
  • die Frist, innerhalb der Gewinner ihren Preis beanspruchen können

Darüber hinaus muss der Veranstalter die Ergebnisse des Gewinnspiels angemessen veröffentlichen beziehungsweise bekannt machen.

SERNAC, die chilenische Verbraucherschutzbehörde, bestätigt diese Anforderungen ausdrücklich. Für die Praxis sollten Teilnahmebedingungen deshalb eindeutig festlegen: Welche Gewinne gibt es? Wie viele Gewinne gibt es? Wann und wie werden Gewinner bestimmt? Wie werden sie benachrichtigt? Bis wann müssen sie reagieren? Was passiert, wenn ein Gewinner nicht reagiert?

3. BRAUCHT EIN GEWINNSPIEL IN CHILE EINE GENEHMIGUNG?

Hier ist eine wichtige Unterscheidung erforderlich. Chile kennt ein gesondertes Genehmigungssystem für bestimmte Rifas, Sorteos und öffentliche Sammlungen, insbesondere im Zusammenhang mit gemeinnützigen beziehungsweise zugelassenen Organisationen. Für solche Aktionen bestehen spezielle Vorgaben des Innenministeriums. Das chilenische Innenministerium betreibt hierfür sogar ein eigenes digitales Antragssystem.

Eine klassische kommerzielle Marketing-Promotion eines Unternehmens ist jedoch nicht automatisch mit einer solchen genehmigungspflichtigen Rifa gleichzusetzen.

Deshalb sollte zunächst geklärt werden: Ist die Kampagne eine klassische Verkaufsförderungsaktion oder fällt die konkrete Konstruktion möglicherweise unter eine speziell regulierte Form von Rifa, Sorteo oder Glücksspiel? Gerade bei ungewöhnlichen Mechaniken oder einer entgeltlichen Teilnahme sollte deshalb vor Kampagnenstart eine lokale rechtliche Einordnung erfolgen.

4. SIND KAUFGEBUNDENE GEWINNSPIELE IN CHILE MÖGLICH?

Für Marketingkampagnen ist diese Frage besonders wichtig. Anders als beispielsweise in den USA besteht nicht grundsätzlich die gleiche Systematik, nach der bei Sweepstakes zwingend ein „No Purchase Necessary“- beziehungsweise AMOE-Modell benötigt wird.

Eine Kaufkopplung kann deshalb grundsätzlich Bestandteil einer Promotion sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Konstruktion automatisch zulässig ist. Entscheidend sind unter anderem:

  • Gestaltung der Promotion
  • Preis des Produktes
  • Transparenz der Teilnahmevoraussetzungen
  • Art der Gewinnerermittlung
  • Art und Wert der Gewinne
  • Werbeaussagen
  • Verbraucherschutz
  • mögliche Nähe zu reguliertem Glücksspiel

Gerade bei internationalen Kassenbon-, Code- oder On-Pack-Promotions sollte Chile deshalb separat geprüft werden. Wie stark sich zulässige Gewinnspielmechaniken international unterscheiden können, erklären wir ausführlich im HAPPY-Leitartikel zu internationalen Gewinnspielen.

5. WELCHE TEILNAHMEBEDINGUNGEN BRAUCHT EIN GEWINNSPIEL IN CHILE?

Für Chile sollte eine eigene lokale Fassung der Teilnahmebedingungen vorgesehen werden. Sie sollte mindestens regeln:

  • Veranstalter
  • Aktionsgebiet
  • Teilnahmezeitraum
  • Teilnahmeberechtigung
  • Mindestalter
  • Teilnahmevoraussetzungen
  • gegebenenfalls erforderlicher Produktkauf
  • Teilnahmeweg
  • maximale Anzahl zulässiger Teilnahmen
  • Gewinne
  • Anzahl der Gewinne
  • gegebenenfalls Wert der Gewinne
  • Gewinnerermittlung
  • Benachrichtigung
  • Annahmefrist
  • Ersatzgewinner
  • Gewinnübergabe
  • mögliche Einschränkungen
  • Datenschutz
  • Veröffentlichung der Ergebnisse
  • Haftungsregelungen
  • anwendbares Recht

Wichtig ist besonders die leichte Zugänglichkeit der Bedingungen. SERNAC weist ausdrücklich darauf hin, dass Verbraucher über die Teilnahmebedingungen und die Laufzeit informiert werden müssen. Eine reine Hinterlegung bei einem Notar reicht nicht aus.

6. WELCHE SPRACHE SOLLTEN DIE TEILNAHMEBEDINGUNGEN HABEN?

Für eine an chilenische Verbraucher gerichtete Promotion sollte die Kommunikation grundsätzlich auf Spanisch erfolgen. Das betrifft insbesondere:

  • Landingpage
  • Teilnahmeformular
  • Teilnahmebedingungen
  • Datenschutzhinweise
  • E-Mails
  • Gewinnerkommunikation
  • Support

Bei internationalen Kampagnen kann zusätzlich eine englische Masterfassung verwendet werden. Für die operative Durchführung sollte aber klar geregelt werden, welche Fassung im Verhältnis zu chilenischen Teilnehmern maßgeblich ist. Eine reine Übersetzung deutscher Teilnahmebedingungen reicht dabei nicht aus. Internationale Kampagnen müssen nicht nur sprachlich, sondern auch rechtlich und organisatorisch lokalisiert werden.

Mehr dazu findest du im HAPPY-Leitartikel Internationale Gewinnspiele: Wie Marken globale Promotions sicher planen und lokal erfolgreich umsetzen.

7. WAS GILT BEIM DATENSCHUTZ?

Datenschutz ist bei chilenischen Promotions ein besonders aktuelles Thema. Zum Zeitpunkt dieses Steckbriefs im August 2026 gilt noch im Wesentlichen die bisherige Ley N° 19.628 über den Schutz der Privatsphäre und personenbezogener Daten. Chile hat sein Datenschutzrecht jedoch grundlegend reformiert. Die Ley N° 21.719 schafft unter anderem einen moderneren Rechtsrahmen für die Verarbeitung personenbezogener Daten und eine eigenständige Datenschutzbehörde. Die Reform tritt am 1. Dezember 2026 in Kraft. Für Kampagnen, die Ende 2026 oder später laufen, muss deshalb unbedingt bereits das neue Datenschutzrecht berücksichtigt werden.

Für Gewinnspiele besonders relevant

Unter anderem sollten geprüft werden:

  • Rechtsgrundlage der Datenerhebung
  • Informationspflichten
  • Umfang der abgefragten Daten
  • Zweckbindung
  • Speicherdauer
  • Weitergabe an Dienstleister
  • Hosting
  • internationale Datenübermittlungen
  • Teilnehmerrechte
  • technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen

Besonders wichtig ist außerdem die Trennung zwischen: Daten, die für die Durchführung des Gewinnspiels benötigt werden und Daten beziehungsweise Einwilligungen für spätere Werbung oder CRM-Nutzung. Eine Teilnahme sollte deshalb nicht unnötig mit zusätzlichen Marketingzwecken vermischt werden.

8. SIND NEWSLETTER-OPT-INS MÖGLICH?

Ja, zusätzliche Einwilligungen in Marketingkommunikation können grundsätzlich in eine Promotion integriert werden. Aus internationaler Compliance-Sicht empfiehlt sich jedoch ein klarer Aufbau:

Gewinnspielteilnahme

notwendige Daten für Durchführung und Gewinnerabwicklung

separater optionaler Marketing-Opt-in

Damit bleibt transparent, welche Daten für das Gewinnspiel benötigt werden und welche Verarbeitung darüber hinaus erfolgt. Gerade wegen des neuen chilenischen Datenschutzrechts ab Dezember 2026 sollte dieses Thema bei länger laufenden oder wiederkehrenden Kampagnen besonders sorgfältig geprüft werden.

9. MÜSSEN GEWINNER VERÖFFENTLICHT WERDEN?

Das chilenische Verbraucherschutzrecht verlangt, dass der Veranstalter die Ergebnisse von Wettbewerben und Verlosungen angemessen bekannt macht. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass umfangreiche personenbezogene Daten öffentlich gemacht werden müssen. Eine praktikable Lösung kann beispielsweise sein:

  • Vorname plus abgekürzter Nachname
  • gegebenenfalls Region oder Stadt
  • Gewinn
  • Ziehungsdatum

Dabei müssen Transparenzpflichten und Datenschutz miteinander abgestimmt werden. Die konkrete Form der Veröffentlichung sollte bereits in den Teilnahmebedingungen beschrieben sein.

10. WIE WERDEN GEWINNER ERMITTELT?

Grundsätzlich können verschiedene Modelle verwendet werden.

Zufallsziehung: Teilnehmer werden nach Ende der Aktion nach einer transparent festgelegten Zufallslogik ausgelost.

Instant Win: Ein Gewinn wird unmittelbar während der Teilnahme anhand einer zuvor programmierten Gewinnlogik zugeordnet.

Code-Gewinnspiel: Teilnehmer geben einen Produkt- oder Aktionscode ein und nehmen anschließend an einer Ziehung oder Instant-Win-Mechanik teil.

Kassenbon-Gewinnspiel: Teilnehmer laden den Nachweis eines qualifizierenden Einkaufs hoch.

Skill Contest: Der Gewinner wird anhand einer Leistung, Kreativität oder Juryentscheidung bestimmt.

Unabhängig von der Mechanik sollte das Verfahren nachvollziehbar und dokumentiert sein.

11. WELCHE GEWINNE EIGNEN SICH FÜR CHILE?

Grundsätzlich kommen sowohl Sachpreise als auch Geld- oder Erlebnisgewinne infrage, sofern die jeweilige Konstruktion rechtlich und steuerlich geprüft wurde. Besonders gut international skalierbar sind beispielsweise:

  • Elektronik
  • Reisen
  • Gutscheine
  • Markenprodukte
  • Fahrzeuge
  • Erlebnisgewinne
  • Shopping-Guthaben
  • Produktpakete

Bei großen Sachpreisen sollte neben dem Gewinnwert auch geprüft werden:

  • Import
  • Transport
  • Registrierung
  • Versicherung
  • Steuern
  • Gebühren
  • Übergabekosten

Das gilt insbesondere bei Fahrzeugen oder hochwertigen Importwaren.

12. WIE WERDEN GEWINNE IN CHILE BESTEUERT?

Die steuerliche Behandlung darf nicht pauschal mit deutschen Promotions gleichgesetzt werden. Nach Angaben der chilenischen Steuerbehörde Servicio de Impuestos Internos – SII können Gewinne aus Wettbewerben grundsätzlich steuerpflichtiges Einkommen darstellen. Die konkrete steuerliche Behandlung hängt von der Art des Gewinns und der Situation des Empfängers ab. Auch für den Veranstalter können steuerliche Aspekte entstehen.

Ein interessantes Beispiel nennt das SII für Fahrzeuge, die Unternehmen kaufen und anschließend im Rahmen einer kostenlosen Promotion verlosen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann die unentgeltliche Übertragung umsatzsteuerlich relevant sein und eine entsprechende Rechnung an den Gewinner erforderlich werden. Deshalb sollte bei hochwertigen Promotions bereits vor Kampagnenstart geklärt werden: Wer trägt welche Steuern und Abgaben? Dies sollte anschließend eindeutig in den Teilnahmebedingungen geregelt werden.

13. WAS IST BEIM GEWINN-FULFILLMENT ZU BEACHTEN?

Chile ist geografisch außergewöhnlich langgestreckt. Das kann die Gewinnlogistik stärker beeinflussen als in kompakteren Märkten. Vor Kampagnenstart sollte deshalb geprüft werden:

  • Versand innerhalb Chiles
  • Lieferzeiten in abgelegene Regionen
  • Inselgebiete
  • Import hochwertiger Gewinne
  • Zoll
  • lokale Beschaffung
  • Rücksendungen
  • beschädigte Sendungen
  • Nichtzustellbarkeit
  • Identitätsprüfung des Gewinners

Gerade bei multinationalen Kampagnen kann es deshalb sinnvoll sein, Gewinne lokal in Chile zu beschaffen, anstatt sie aus Europa einzuführen.

14. SOCIAL-MEDIA-GEWINNSPIELE IN CHILE

Auch Promotions über Instagram, Facebook, TikTok oder andere Plattformen sind grundsätzlich möglich. Neben chilenischem Recht müssen zusätzlich die jeweiligen Plattformrichtlinien berücksichtigt werden. In den Teilnahmebedingungen sollte unter anderem geregelt sein:

  • wer Veranstalter ist
  • welche Plattform lediglich zur Kommunikation genutzt wird
  • Teilnahmezeitraum
  • Teilnahmehandlung
  • Gewinnerermittlung
  • Gewinn
  • Benachrichtigung
  • Ausschluss manipulierter Teilnahmen
  • Umgang mit Fake-Accounts
  • Datenschutz

Bei internationalen Social-Media-Kampagnen sollte insbesondere verhindert werden, dass Teilnehmer aus Ländern teilnehmen können, die gar nicht zum Aktionsgebiet gehören.

15. WAS IST BEI MINDERJÄHRIGEN ZU BEACHTEN?

Soll sich die Promotion an Minderjährige richten, steigt das Compliance-Risiko deutlich. Zu prüfen sind insbesondere:

  • Teilnahmealter
  • Einwilligung der Eltern beziehungsweise gesetzlichen Vertreter
  • Verarbeitung personenbezogener Daten
  • Art der beworbenen Produkte
  • Werbegestaltung
  • Wert der Gewinne
  • Social-Media-Nutzung

Für klassische Markenpromotions ist es deshalb häufig einfacher, die Teilnahme beispielsweise auf Personen ab 18 Jahren zu beschränken. Die konkrete Altersgrenze sollte jedoch zum Produkt, zur Mechanik und zur Zielgruppe passen.

TYPISCHE MECHANIKEN – EINSCHÄTZUNG FÜR CHILE

MechanikGrundsätzliche Einschätzung
Kostenloses Online-Gewinnspiel✅ Gut umsetzbar
Zufallsverlosung✅ Möglich
Kaufgekoppeltes Gewinnspiel🟡 Möglich, lokale Prüfung empfohlen
Kassenbon-Upload🟡 Gut geeignet, Verbraucherschutz und Datenschutz prüfen
Produktcode🟡 Gut geeignet
Instant Win🟡 Möglich, Gewinnlogik sauber dokumentieren
Quiz✅ Gut geeignet
Skill Contest✅ Möglich
Social-Media-Gewinnspiel✅ Möglich
Gewinnspiel mit Minderjährigen🟡 Zusätzliche Prüfung
Hochwertiger Fahrzeuggewinn🟡 Steuer- und Fulfillmentprüfung erforderlich
Entgeltliche Rifa🔴 Nicht mit normaler Marketing-Promotion gleichsetzen; Spezialprüfung erforderlich

Legende:
✅ in vielen Fällen gut umsetzbar
🟡 rechtliche beziehungsweise steuerliche Prüfung empfohlen
🔴 erhöhte regulatorische Sensibilität

DIE WICHTIGSTEN BESONDERHEITEN FÜR CHILE

Für internationale Marketingabteilungen sind vor allem diese Punkte relevant:

  1. Teilnahmebedingungen müssen tatsächlich zugänglich gemacht werden.
  2. Laufzeit und Bedingungen der Promotion müssen transparent kommuniziert werden.
  3. Anzahl beziehungsweise Umfang der Gewinne muss angegeben werden.
  4. Die Frist zur Inanspruchnahme der Gewinne muss festgelegt werden.
  5. Ergebnisse des Gewinnspiels müssen angemessen bekannt gemacht werden.
  6. Kaufgekoppelte Mechaniken sollten lokal geprüft werden.
  7. Spezielle Rifas dürfen nicht mit normalen Marketing-Gewinnspielen verwechselt werden.
  8. Steuerfragen können sowohl Gewinner als auch Veranstalter betreffen.
  9. Spanische Teilnehmerkommunikation ist praktisch unverzichtbar.
  10. Ab 1. Dezember 2026 verändert sich das chilenische Datenschutzrecht wesentlich.

HAPPY-EMPFEHLUNG FÜR INTERNATIONALE KAMPAGNEN MIT CHILE

Chile lässt sich grundsätzlich gut in eine internationale Promotion integrieren. Gerade für Unternehmen, die mehrere lateinamerikanische Märkte gleichzeitig aktivieren möchten, sollte Chile aber als eigenständiger Rechts- und Fulfillment-Markt betrachtet werden. Ein typisches Setup kann beispielsweise so aussehen:

Internationale Master-Kampagne

lokale chilenische Teilnahmebedingungen

spanische Landingpage

lokale Datenschutzprüfung

Gewinn- und Steuerprüfung

lokales beziehungsweise regionales Fulfillment

dokumentierte Gewinnerermittlung

chilenische Gewinnerkommunikation

Wer mehrere Länder gleichzeitig aktivieren möchte, sollte nicht versuchen, eine deutsche Kampagne lediglich zu übersetzen. Warum das bei internationalen Promotions regelmäßig zu Problemen führt, zeigen wir im Leitartikel: Internationale Gewinnspiele: Wie Marken globale Promotions sicher planen und lokal erfolgreich umsetzen. Weitere Länder und deren Besonderheiten findest du im Überblick: Gewinnspiele nach Ländern.

FAZIT: GEWINNSPIELE IN CHILE SIND GUT MACHBAR – ABER NICHT EINFACH EINE ÜBERSETZUNG EINER EUROPÄISCHEN PROMOTION

Chile ist für internationale Gewinnspielkampagnen grundsätzlich ein gut erschließbarer Markt. Klassische Online-Gewinnspiele, Kaufpromotions, Code-Aktionen, Kassenbonmechaniken, Social-Media-Gewinnspiele und Skill Contests können grundsätzlich realisierbar sein.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen jedoch die Transparenzpflichten des chilenischen Verbraucherschutzrechts. Teilnahmebedingungen und Laufzeit müssen zugänglich gemacht werden, Gewinne müssen transparent beschrieben und die Ergebnisse angemessen bekannt gegeben werden. Hinzu kommen Steuer-, Datenschutz- und Fulfillmentfragen.

Besonders wichtig für Kampagnen ab Ende 2026 ist die umfassende chilenische Datenschutzreform: Die Ley N° 21.719 tritt am 1. Dezember 2026 in Kraft und sollte bereits bei Kampagnen berücksichtigt werden, deren Vorbereitung oder Laufzeit in diesen Zeitraum fällt.

Chile ist deshalb kein Hochrisikomarkt für klassische Promotions – aber ein Markt, der eine saubere lokale Adaption verlangt.

DU PLANST EIN INTERNATIONALES GEWINNSPIEL?

Dann solltest du die Mechanik prüfen, bevor Verpackungen produziert, Landingpages programmiert oder internationale Mediabudgets gebucht werden. HAPPY entwickelt mit dir eine skalierbare Grundmechanik, prüft die Zielländer und baut daraus eine internationale Kampagnenstruktur, die zentral steuerbar bleibt und lokal funktioniert. Sprich mit Patrick Grünberg und dem HAPPY-Team über dein internationales Gewinnspiel.

Patrick Grünberg
HAPPY Marketing Solutions AG
Telefon: +49 6103 2053 705
E-Mail: p.gruenberg@happysolutions.de

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FAQ: HÄUFIGE FRAGEN ZU GEWINNSPIELEN IN CHILE

Sind Gewinnspiele in Chile erlaubt? 
Ja. Werbliche Gewinnspiele, Verlosungen, Promotions und Wettbewerbe sind in Chile grundsätzlich möglich. Für klassische Marketingaktionen sind vor allem die Vorgaben des chilenischen Verbraucherschutzrechts relevant. Entscheidend ist, dass die Promotion transparent ausgestaltet wird und die Teilnehmer über Bedingungen, Laufzeit, Gewinne und Gewinnerermittlung informiert werden.

Braucht ein Gewinnspiel in Chile eine Genehmigung? 
Nicht jede klassische Marketing-Promotion benötigt automatisch eine Genehmigung. Allerdings kennt Chile besondere Regelungen für bestimmte Rifas, Sorteos und vergleichbare Aktionen. Deshalb sollte die konkrete Mechanik geprüft werden, insbesondere wenn:

  • Teilnehmer unmittelbar zahlen müssen
  • Lose verkauft werden
  • die Aktion einer klassischen Rifa ähnelt
  • besonders hohe Gewinne ausgelobt werden
  • die Konstruktion Glücksspielcharakter haben könnte

Eine normale kostenlose Markenpromotion ist davon zu unterscheiden.

Sind kaufgekoppelte Gewinnspiele in Chile erlaubt?
Grundsätzlich können Kaufpromotions möglich sein. Anders als beispielsweise in den USA besteht nicht automatisch für jede zufallsbasierte Promotion die Pflicht, einen alternativen kostenlosen Teilnahmeweg anzubieten. Trotzdem sollte eine Kaufkopplung lokal geprüft werden, insbesondere bei:

  • Kassenbon-Gewinnspielen
  • On-Pack-Codes
  • Produktcodes
  • Mehrfachteilnahmen durch zusätzliche Käufe
  • hochwertigen Gewinnen

Entscheidend ist immer die konkrete Mechanik.

Braucht man in Chile ein AMOE?
Ein AMOE – Alternative Method of Entry – ist nicht pauschal für jedes chilenische Gewinnspiel vorgeschrieben. Das unterscheidet Chile beispielsweise von typischen US-Sweepstakes. Bei bestimmten Kampagnen kann ein kostenloser Teilnahmeweg dennoch strategisch oder rechtlich sinnvoll sein. Die Notwendigkeit sollte deshalb anhand der konkreten Promotion geprüft werden.

Müssen Teilnahmebedingungen veröffentlicht werden?
Ja. Die Teilnahmebedingungen müssen den Teilnehmern tatsächlich zugänglich gemacht werden. Eine bloße Hinterlegung bei einem Notar reicht nach dem chilenischen Verbraucherschutzrecht nicht aus. Bei Online-Promotions sollten die Teilnahmebedingungen deshalb gut sichtbar:

  • auf der Landingpage
  • am Teilnahmeformular
  • in der Aktionskommunikation

verlinkt werden.

Welche Angaben müssen die Teilnahmebedingungen enthalten?
Typischerweise sollten mindestens geregelt werden:

  • Veranstalter
  • Aktionsgebiet
  • Laufzeit
  • Teilnahmeberechtigung
  • Mindestalter
  • Teilnahmevoraussetzungen
  • Teilnahmeweg
  • mögliche Kaufvoraussetzungen
  • Anzahl der Teilnahmen
  • Gewinne
  • Anzahl der Gewinne
  • Gewinnerermittlung
  • Gewinnerbenachrichtigung
  • Annahmefrist
  • Ersatzgewinner
  • Gewinnübergabe
  • Datenschutz
  • Veröffentlichung der Ergebnisse
  • Ausschlussgründe
  • Manipulationsschutz

Müssen die Gewinne genau beschrieben werden?
Ja. Teilnehmer sollten klar erkennen können:

  • welche Gewinne es gibt
  • wie viele Gewinne vergeben werden
  • gegebenenfalls welchen Wert die Gewinne haben
  • ob zusätzliche Kosten entstehen

Gerade bei Reisen, Fahrzeugen oder hochwertigen Sachpreisen sollten Nebenkosten möglichst eindeutig geregelt werden.

Muss angegeben werden, bis wann ein Gewinner seinen Gewinn annehmen muss?
Ja. Das chilenische Verbraucherschutzrecht verlangt eine transparente Information darüber, innerhalb welcher Frist ein Gewinner seinen Gewinn beanspruchen beziehungsweise annehmen kann. Deshalb sollten die Teilnahmebedingungen eine klare Reaktionsfrist enthalten.

Müssen Gewinner veröffentlicht werden?
Die Ergebnisse eines Gewinnspiels müssen grundsätzlich angemessen bekannt gemacht werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass vollständige personenbezogene Daten der Gewinner veröffentlicht werden sollten. Eine datenschutzfreundliche Lösung kann beispielsweise sein: Vorname + Initiale des Nachnamens + Stadt oder Region Die konkrete Form sollte bereits in den Teilnahmebedingungen beschrieben werden.

Müssen Gewinner persönlich benachrichtigt werden?
Das ist dringend zu empfehlen. Neben einer Veröffentlichung der Ergebnisse sollte ein Gewinner in der Regel direkt kontaktiert werden, beispielsweise per:

  • E-Mail
  • Telefon
  • SMS

Die Teilnahmebedingungen sollten festlegen, wie viele Kontaktversuche erfolgen und was passiert, wenn ein Gewinner nicht reagiert.

Sind Ersatzgewinner möglich?
Ja. Ein Nachrückverfahren sollte jedoch bereits vor Kampagnenstart festgelegt werden. Die Teilnahmebedingungen sollten beispielsweise regeln, wann ein Ersatzgewinner bestimmt wird:

  • keine Reaktion innerhalb der Frist
  • falsche Angaben
  • fehlende Teilnahmeberechtigung
  • Manipulation
  • Ablehnung des Gewinns

Müssen Teilnahmebedingungen auf Spanisch vorliegen?
Für Promotions, die sich an chilenische Verbraucher richten, sollte eine spanische Fassung verwendet werden. Eine englische internationale Masterfassung kann zusätzlich bestehen. Für Teilnehmer sollten aber insbesondere folgende Inhalte auf Spanisch verfügbar sein:

  • Teilnahmebedingungen
  • Datenschutzhinweise
  • Teilnahmeformular
  • Gewinnerkommunikation
  • Supportinformationen

Reicht es, deutsche Teilnahmebedingungen ins Spanische zu übersetzen?
Nein. Eine reine Übersetzung reicht nicht aus. Die chilenische Fassung muss unter anderem an folgende Punkte angepasst werden:

  • Verbraucherschutz
  • Gewinnerveröffentlichung
  • Annahmefristen
  • Datenschutz
  • Steuerfragen
  • Fulfillment
  • gegebenenfalls Kaufkopplung

Internationale Teilnahmebedingungen müssen deshalb lokalisiert und nicht nur übersetzt werden. Mehr dazu: Internationale Teilnahmebedingungen: Warum eine Übersetzung deutscher Teilnahmebedingungen nicht reicht

Sind Kassenbon-Gewinnspiele in Chile möglich?
Grundsätzlich ja. Kassenbon-Promotions können in Chile eine geeignete Mechanik sein. Geprüft werden sollten aber:

  • Kaufkopplung
  • Datenschutzerhebung
  • Anforderungen an den Kaufnachweis
  • Rückgaben
  • Dubletten
  • Manipulationsschutz
  • Gewinnerprüfung

Gerade bei internationalen Kassenbon-Promotions empfiehlt sich eine eigene chilenische Rechtsprüfung.

Sind Code-Gewinnspiele in Chile erlaubt?
Grundsätzlich ja. Produkt- oder Verpackungscodes können sowohl für:

  • Verlosungen
  • Instant Win
  • Sammelmechaniken

eingesetzt werden. Wichtig sind eine nachvollziehbare Gewinnlogik, Missbrauchsschutz und klare Teilnahmebedingungen.

Sind Instant-Win-Promotions möglich?
Grundsätzlich ja. Bei Instant Win sollte insbesondere dokumentiert werden:

  • Anzahl der Gewinne
  • Gewinnverteilung
  • technische Gewinnlogik
  • Gewinnzeitpunkte
  • Umgang mit nicht ausgelösten Gewinnen
  • Manipulationsschutz

Die technische Mechanik sollte mit den kommunizierten Teilnahmebedingungen übereinstimmen.

Sind Social-Media-Gewinnspiele in Chile erlaubt? 
Ja. Instagram-, Facebook-, TikTok- oder andere Social-Media-Promotions sind grundsätzlich möglich. Neben chilenischem Recht müssen auch die jeweiligen Plattformregeln berücksichtigt werden. Besonders wichtig sind:

  • eindeutiger Veranstalter
  • Teilnahmezeitraum
  • Teilnahmehandlung
  • Gewinn
  • Gewinnerermittlung
  • Datenschutz
  • Abgrenzung zur Plattform

Können Influencer Gewinnspiele in Chile veranstalten?
Grundsätzlich ja. Es sollte jedoch transparent sein, wer rechtlich als Veranstalter auftritt:

  • Influencer
  • Marke
  • Agentur
  • Händler

Bei Markenkooperationen ist eine klare Verantwortungszuordnung besonders wichtig.

Können Skill Contests durchgeführt werden?
Ja. Wettbewerbe, bei denen Können oder Kreativität entscheidet, sind grundsätzlich möglich. Beispiele:

  • Fotowettbewerb
  • Video Contest
  • Kreativaufgabe
  • Wissensquiz
  • Juryentscheidung

Dabei sollten die Bewertungskriterien möglichst objektiv und bereits in den Teilnahmebedingungen festgelegt sein.

Was gilt beim Datenschutz?
Chile befindet sich 2026 in einer wichtigen Übergangsphase. Zum Zeitpunkt dieses Steckbriefs gilt noch das bestehende Datenschutzrecht nach Ley 19.628. Ab 1. Dezember 2026 tritt die umfassende Reform durch Ley 21.719 in Kraft. Für Promotions sollten deshalb insbesondere geprüft werden:

  • Rechtsgrundlage
  • Informationspflichten
  • Zweckbindung
  • Datenminimierung
  • Speicherdauer
  • Dienstleisterzugriffe
  • internationale Datenübertragungen
  • Rechte der Teilnehmer

Muss ein Marketing-Opt-in getrennt werden?
Das ist dringend zu empfehlen. Die Teilnahme am Gewinnspiel sollte nicht unnötig mit späterer Werbung vermischt werden. Ein sauberer Aufbau lautet: Gewinnspielteilnahme plus separater freiwilliger Newsletter- oder Marketing-Opt-in Das verbessert Transparenz und Compliance.

Können Teilnehmerdaten nach Europa übertragen werden?
Internationale Datenübertragungen können möglich sein, müssen aber datenschutzrechtlich geprüft werden. Das betrifft etwa:

  • Hosting in Europa
  • internationale Agenturen
  • zentrale CRM-Systeme
  • Cloudanbieter

Gerade mit Blick auf die neue Datenschutzordnung ab Dezember 2026 sollte die technische Datenarchitektur früh geprüft werden.

Gibt es besondere Regeln für Minderjährige?
Ja, bei Minderjährigen steigt die rechtliche Sensibilität. Geprüft werden sollten insbesondere:

  • Mindestalter
  • Einwilligung der Eltern
  • Datenschutz
  • Produktkategorie
  • Social-Media-Nutzung
  • Art der Gewinne

Für klassische Markenpromotions wird deshalb häufig eine Teilnahmegrenze von 18 Jahren gewählt, sofern dies zur Kampagne passt.

Sind Geldpreise erlaubt?
Grundsätzlich können Geldpreise möglich sein. Bei größeren Geldgewinnen sollte aber früh geprüft werden:

  • steuerliche Behandlung
  • Zahlungsabwicklung
  • Identitätsprüfung
  • mögliche regulatorische Besonderheiten

Sind Autos als Gewinne möglich?
Grundsätzlich ja. Bei Fahrzeugen sollten zusätzliche Themen berücksichtigt werden:

  • Zulassung
  • Registrierung
  • Versicherung
  • Steuer
  • Transport
  • Übergabekosten
  • Eigentumsübertragung

Deshalb gehören Fahrzeuggewinne zu den Promotions, die lokal steuerlich und organisatorisch geprüft werden sollten.

Müssen Gewinner ihre Gewinne versteuern?
Gewinne können in Chile steuerlich relevant sein. Die genaue Behandlung hängt von der Art des Gewinns und der konkreten Kampagne ab. Bei größeren Sach- oder Geldgewinnen sollte deshalb vor dem Start geklärt werden:

  • ob Steuern anfallen
  • wer sie trägt
  • ob der Veranstalter Pflichten hat
  • wie dies in den Teilnahmebedingungen dargestellt wird

Kann auch der Veranstalter steuerliche Pflichten haben?
Ja. Gerade bei hochwertigen Sachgewinnen können auch für den Veranstalter steuerliche Folgen entstehen. Das kann beispielsweise relevant sein bei:

  • Fahrzeugen
  • importierten Gewinnen
  • unentgeltlicher Warenübertragung

Deshalb sollte die steuerliche Planung nicht erst nach der Gewinnerermittlung erfolgen.

Was ist beim Fulfillment besonders wichtig?
Chile ist geografisch sehr langgestreckt. Deshalb sollte bei einer landesweiten Promotion berücksichtigt werden:

  • Lieferzeiten
  • abgelegene Regionen
  • Inselgebiete
  • Transportkosten
  • lokale Beschaffung
  • Zoll
  • Rücksendungen
  • Nachweis der Zustellung

In vielen Fällen ist eine lokale Beschaffung der Gewinne einfacher als der Versand aus Europa.

Muss ein Gewinn zwingend nach Chile importiert werden?
Nein. Gerade bei internationalen Kampagnen ist es häufig effizienter, Gewinne lokal zu beschaffen. Das reduziert Risiken bei:

  • Zoll
  • Einfuhr
  • Transport
  • Lieferzeit
  • Garantie
  • Ersatzlieferung

Was passiert, wenn ein Gewinner nicht reagiert?
Das sollte bereits in den Teilnahmebedingungen geregelt sein. Typischerweise kann vorgesehen werden:

Gewinnerbenachrichtigung

definierte Reaktionsfrist

Erinnerung oder weiterer Kontaktversuch

Ersatzgewinner

Eine klare Nachrücklogik reduziert spätere Streitigkeiten. 

Welche Mechaniken sind in Chile besonders gut geeignet?
Häufig gut umsetzbar sind:

  • kostenlose Online-Gewinnspiele
  • Social-Media-Promotions
  • Quizaktionen
  • Skill Contests
  • Code-Gewinnspiele
  • Kassenbon-Promotions
  • Instant-Win-Kampagnen

Bei kaufgebundenen oder sehr hochwertigen Promotions sollte jedoch eine lokale rechtliche Prüfung eingeplant werden.

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Chile und Deutschland?
Ein wesentlicher Unterschied liegt weniger in einem generellen Verbot bestimmter Marketing-Gewinnspiele als in den konkreten Transparenzpflichten. In Chile sollte besonders sauber geregelt werden:

  • Bedingungen
  • Laufzeit
  • Gewinnumfang
  • Annahmefrist
  • Gewinnerbekanntgabe

Hinzu kommt die wichtige Datenschutzreform ab Dezember 2026.

Was sollten internationale Marken vor dem Start prüfen?
Vor allem diese fünf Fragen:

  1. Ist die Mechanik in Chile richtig rechtlich eingeordnet?
  2. Sind die Teilnahmebedingungen lokalisiert und auf Spanisch verfügbar?
  3. Sind Gewinne, Gewinnerermittlung und Annahmefristen transparent geregelt?
  4. Ist das Datenschutzmodell auch mit Blick auf die Reform ab 1. Dezember 2026 sauber?
  5. Sind Steuer und Fulfillment vor dem Start geklärt?

Kann HAPPY internationale Gewinnspiele mit Chile begleiten?
Ja. HAPPY unterstützt internationale Promotionkampagnen von der Länder- und Mechanikplanung über Teilnahmebedingungen und Technik bis zur Gewinnerermittlung und zum Fulfillment. Gerade wenn Chile Teil einer größeren internationalen Kampagne ist, sollte die lokale Ausgestaltung frühzeitig berücksichtigt werden.

Patrick Grünberg und das HAPPY-Team unterstützen dich dabei, internationale Gewinnspiele so aufzusetzen, dass ein gemeinsames Kampagnenkonzept und lokale Anforderungen zusammenpassen. Mehr dazu: Internationale Gewinnspiele mit HAPPY. Weitere Länder: Gewinnspiele nach Ländern

Hinweis: Dieser Länder-Steckbrief dient der ersten Orientierung für die Planung internationaler Promotions und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Mechanik, Teilnahmebedingungen und steuerliche Behandlung sollten für die konkrete Kampagne lokal geprüft werden.

Patrick Grünberg, Vorstandsvorsitzender der HAPPY Marketing Solutions AG
Über den Autor

Patrick Grünberg bringt ein Jahrzehnt Erfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation mit. Als kreativer Kopf mit einem Auge für Trends und Technologien hat er zahlreiche erfolgreiche Kampagnen im B2B- und B2C-Marketing umgesetzt. Sein Schwerpunkt liegt auf innovativen Marketingstrategien, die Marken nachhaltig stärken und Zielgruppen begeistern.

Besonders begeistert ist Patrick von Themen wie Storytelling, Kundenbindung und dem Einsatz neuer Technologien wie KI oder Gamification im Gewinnspiel-Marketing. Seine Leidenschaft für klar verständliche und praxisnahe Inhalte spiegelt sich in jedem seiner Artikel wider. Dabei legt er großen Wert darauf, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Seine Artikel auf dem HAPPY-Blog sollen dir nicht nur Wissen vermitteln, sondern dich auch motivieren, eigene, außergewöhnliche Wege im Marketing zu gehen.

Patrick Grünberg ist nach seinem Studium des Medien- und Kommunikationsmanagements seit Oktober bei HAPPY und seit 5 Jahren Managing Consultant. 2020 hat er mit seinem Vater und Lothar Mende die HAPPY Secure Promotions GmbH für Gewinnspiel-Absicherungen gegründet. Die HAPPY Group ist damit der einzige Anbieter im deutschsprachigen Raum, der als spezialisierter Full-Service-Dienstleister für Gewinnspiel-Lösungen und abgesicherte Promotions alles aus einer Hand anbietet.

Anrufen: 06103 2053-705
Patrick Grünberg, Vorstandsvorsitzender der HAPPY Marketing Solutions AG
Patrick Grünberg
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